Vor einem Jahr (2011)

Re: Vor einem Jahr (2011)

Beitragvon wollfrau » 29. Apr 2011, 19:44

Mönsch ... das ist ja nix, wenn man sich noch nicht gut auskennt. Nicht mal editieren kann ich ...

Dann also so: in der Klammer soll es natürlich heißen: [i]Hat das .... ?[/i] (das sollte nämlich ein Scherz meinerseits sein) :P
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Re: Vor einem Jahr (2011)

Beitragvon Heffalump » 30. Apr 2011, 12:07

Wie es hier gelingt, einerseits völlig in die subjektive Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten einzutauchen, zugleich aber die nötige Distanz herzustellen, um ihn von außen betrachten und einschätzen zu können – das ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Sprachkunst.
Wie dieser junge Mensch, frei von Realitätssinn, sich seine Wahrnehmungen zurechtinterpretiert, mit welcher Leichtigkeit er aus dem Ich ein Wir macht, ohne das Du wirklich mit einzubeziehen, ist ziemlich beklemmend, auch wenn man spürt, dass er damit über einen erstaunlich langen Zeitraum glücklich ist, glücklicher wahrscheinlich als viele andere, die wesentlich realistischer sind. Nur merkt man auch, dass ihm das auf Dauer nicht gelingen kann.
Mir kommt er vor wie ein verhinderter Dichter, dem es an Talent, an Phantasie, an Gestaltungskraft gebricht, um seine Obsession in Kunst zu verwandeln und sie dadurch zu bannen. Wie viele Poeten hatten in der Vergangenheit ihre „Laura“, von der sie sich innerlich zu einem gewissen Grade befreien konnten, indem sie sie bedichtet haben! Bei ihm reicht es nur zu ein paar Haikus und einem Schneemann – zu wenig, um von der Obsession nicht beherrscht und letztlich aufgefressen zu werden (man mag sich kaum ausmalen, was passiert, wenn das junge Mädchen erst mal einen festen Freund hat).

Ein sehr gelungener und eindrucksvoller Text.
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Re: Vor einem Jahr (2011)

Beitragvon sissi » 8. Aug 2011, 17:06

eine Geschichte, die mich gefesselt hat von der ersten bis zur letzten Zeile.
Einseitige Liebe, mein Junge ... dachte ich schon ziemlich bald und behielt damit recht. Crimson, deine Sätze sind mitunter wahnsinnig lang. Das stört mich persönlich ein wenig im Lesefluss, doch der Geschichte tut es keinen Abbruch.
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Re: Vor einem Jahr (2011)

Beitragvon Crimson » 16. Aug 2011, 21:26

Ja, die Sätze sind auch hier teilweise lang, das ist mein übliches Problem, was nur durch Kürzungen wenigstens etwas überschaubar gerät. Zu meiner Verteidigung, die Sätze sollten hier auch ein wenig länger werden, da sie dem etwas treibenden Empfinden des Ich-Erzählers nachempfunden sind. Aber da werde ich sicher auch irgendwann noch einmal drüber gehen.

Aber schön, das es dir gefallen hat, das freut mich.
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