Neusprech und Gutdenk

Hier darf alles rein ...

Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Garlin » 14. Jan 2013, 13:33

Weil's gerade um Klöster geht:
Ist es Gutdenk, dass Kristina Schröder fordert, den sexistischen männlichen Gott durch DAS Gott zu ersetzen, oder einfach nur wieder mal blöd, wie so viel von ihr?
Ich glaube, Merkels Stoßseufzer über die FDP könnte auch für das Schröder gelten:
"Manchmal glaube ich, Gott hat Schröder nur geschaffen, um uns zu prüfen!" :D

Schöne Woche
Bert

Ach ja, Michael hat mich an den Scriptathlon erinnert; ich habe ihm das Thema gerade geschickt!
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Jacob Nomus » 14. Jan 2013, 14:28

@ Bert - Den Gottesartikel am nicht vorhandenen Geschlecht festzumachen, ist sexistisch, und Gott denselben Kasus aufzuzwingen wie einem Auto unbefriedigend. Aber wenn Frau Schröder schon mal dabei ist, die vermeintliche Natur Gottes in dessen sprachliche Umsetzung rüberschwappen zu lassen, möchte ich darauf hinweisen, dass gemäß der zehn Gebote es neben Gott keinen anderen gibt. Die Mehrheitsform dieses Begriffs ist also unzulässig. Um diesen Gedanken möglichst widerspruchsfrei an unsere Kinder weiterzugeben, sollte "Götterdämmerung" in "Gottdämmerung" und "Götterspeise" in "Gottspeise" umbenannt werden. :)

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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon börnie » 14. Jan 2013, 15:34

Interessant, wie schnell ein Gespräch von den Negern zu den Frauen rutschen (sind wohl in der selben Ecke angesiedelt) und dann im Transzendenten landen kann. Bei dämmernden Speisen.

Langsam krieg ich wieder Lust, Geschichten zu schreiben ... :mrgreen:
Zuletzt geändert von börnie am 14. Jan 2013, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Lies » 14. Jan 2013, 15:37

Ich habe echte Mühe, Mann als *Opfer* wahrzunehmen, das muss wohl daran liegen, dass sie einem so selten als *vergewaltigt* unterkommen-)
Und damit meine ich nicht mal die derzeitigen Ereignisse in Indien.

Und wenn sie ansonsten in den Schlagzeilen erscheinen, dann als Auslöser von Kriegen oder als deren freiwillig ins Geschehen ziehende Teilnehmer.

Macht aber nichts, das sieht Mann dann wohl individuell, dh. er bezieht es auf sich und dabei nicht unbedingt auf Gewalttaten, obwohl diese die Gründung von Frauenhäuser erforderlich machten, sondern eher darauf, als sensibler Mensch nicht angenommen zu werden.

Dazu lässt sich dann in der Grundsatzfrage nichts Klärendes sagen ohne den Einzelfall zu kennen.

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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon börnie » 14. Jan 2013, 16:29

Künstlich erzeugte Abhängigkeiten: "Stärkergestellte" "gewähren" "Schwächergestellten"(Frauen/Behinderte/ Neger u.ä.) "Förderungen". Und die "Geförderten" müssen für jeden Cent schön brav DANKE sagen.

In wessen Hirn entstand die "Schwächerstellung"? Ein für voll genommener und gleichgestellter Mensch hätte es gar nicht nötig, irgendwo um Ressourcen zu "jammern" bzw. zu betteln, er hätte automatisch vollberechtigten Zugriff darauf.

Was für die Frauenförderung abfällt, sind doch Almosen, wenn man bedenkt, was für Summen weltweit politisch und wirtschaftlich von Männerhand zu Männerhand gejuxt werden. Und solang das so bleibt, muss man(n) sich wirklich keine Sorgen machen, dass die Frauen zu viel abbekommen. :x
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Garlin » 14. Jan 2013, 19:27

Ich habe echte Mühe, Mann als *Opfer* wahrzunehmen, das muss wohl daran liegen, dass sie einem so selten als *vergewaltigt* unterkommen-)


Lies, Du kennst meine Frau nicht! :?
Aber im Ernst: Die Zahl der Männer, die von Frauen geschlagen werden, ist höher, als man denkt. Und die Dunkelziffer erst ...

Langsam krieg ich wieder Lust, Geschichten zu schreiben ... :mrgreen:

@Börnie: Das ist ja super; Michael hat das Thema schon!
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Lies » 14. Jan 2013, 23:16

Lies, Du kennst meine Frau nicht! :?
Aber im Ernst: Die Zahl der Männer, die von Frauen geschlagen werden, ist höher, als man denkt. Und die Dunkelziffer erst ...


Deine Frau kann sein wie sie will, es reicht nun mal auch bei ihr nicht, Mann (egal welchen) zu überwältigen :D

Es ist allerdings nicht abzustreiten, dass auch Männer geschlagen werden, was sie aber leicht ändern könnten, allein wegen der körperlichen Überlegenheit. Es sei denn, sie sind an eine Frau geraten, die im Boxring steht. :D

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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Heffalump » 15. Jan 2013, 12:05

Es gibt eine dreistellige Zahl internationaler Studien, die belegen, dass häusliche Gewalt (einschließlich schwerer körperlicher Gewalt) zwischen Lebenspartnern zu gleichen Teilen von Männern und Frauen ausgeht (bei häuslicher Gewalt gegen Kinder und Alte hingegen liegen Frauen klar vorn). Hier ein schon etwas älterer Artikel aus dem Jahr 2000, der deutlich den Sachverhalt schildert - leider wird das bis heute, besonders in Deutschland, nach wie vor weitgehend ignoriert.

http://www.novo-magazin.de/45/novo4522.htm

Abgesehen davon, dass natürlich nicht jeder Mann jeder Frau physisch überlegen ist: Da in den Köpfen das Dogma "Frauen sind Opfer, Männer sind Täter" fest verankert ist, darf sich ein Mann gegen eine prügelnde Frau gar nicht körperlich wehren, denn sobald die Polizei erscheint und die Frau auch nur ein einziges Hämatom aufweist, wird automatisch er zum Täter gestempelt, womöglich festgenommen und schlimmstenfalls dauerhaft der Wohnung verwiesen.
In diesem Artikel gibt es einen ausführlichen und - leider! - bitter notwendigen Leitfaden, wie sich Männer von gewalttätigen Frauen verhalten sollen:

http://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/ ... fener.html

@Börnie:
"Was für die Frauenförderung abfällt, sind doch Almosen, wenn man bedenkt, was für Summen weltweit politisch und wirtschaftlich von Männerhand zu Männerhand gejuxt werden. Und solang das so bleibt, muss man(n) sich wirklich keine Sorgen machen, dass die Frauen zu viel abbekommen."

Diese Gegenüberstellung ist ziemlich willkürlich und insofern eigentlich ohne Erkenntnisgewinn. Von mehr oder weniger unsauberen Millionengeschäften profitieren zwar (zumindest unmittelbar) hauptsächlich Männer, aber sie machen diese Geschäfte, weil sie es können oder zu können glauben, und nicht, "weil sie Männer sind". Das ist in diesem Zusammenhang ganz unerheblich. Es trotzdem zum Hauptkriterium zu erheben funktioniert nur, wenn man - wie bei feministischen Aussagen üblich - wesentliche Fakten einfach ausblendet, so z.B. die Tatsache, dass unzählige Geschädigte und Ausgebeutete in solchen Fällen ebenfalls Männer sind - das Geschlecht spielt hier also gar keine Rolle.
Anders ist es bei der mittlerweile milliardenschweren feministischen "Helferinnen-Industrie". Die wird aus Steuermitteln finanziert, die zwar von der Allgemeinheit aufgebracht werden (also zum größeren Teil von Männern), deren Verwendung aber ausdrücklich nur Frauen zugute kommen darf, während Männer ebenso ausdrücklich davon ausgeschlossen sind. Und meint etwa jemand, es müsse über die Verwendung der öffentlichen Gelder, über die erreichten Ziele und den gesellschaftlichen Nutzen Rechenschaft abgelegt werden, wird das nicht selten mit großer Empörung als "frauenfeindlich" zurückgewiesen.
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon börnie » 15. Jan 2013, 21:45

@Michael

Eine Frage, bezogen auf deinen letzten Absatz: Und warum "können diese Männer es oder glauben es zu können"? Wie sind sie denn in diese Position gekommen? Und warum kommen so selten Frauen in diese Positionen? (Wo sie dann, wenn du recht hast, beweisen könnten, dass sie genauso schlimm sind wie die Männer ... )

Und dass soziale Einrichtungen die speziell Frauen und Kinder unterstützen, finanziell verwöhnt werden, stimmt einfach nicht. Zumindest in Östereich nicht, ich kenne solche Betriebe und habe auch ein paar Jahre in solchen gearbeitet. Die sind finanziell immer am Limit, werden extrem kurz gehalten, viel läuft über Ehrenamtliches, das wieder Frauen erbringen. Vielleicht ist das ja in Deutschland anders, aber ich glaubs nicht.

Ich räume ein, dass mein Post von vorhin sehr verallgemeinernd war, aber so ist das eben mit kurzen Posts und mit Kommunikation im Internet. Eigentlich mag ich wegen Grundsatzfragen nicht schriftlich ellenlang diskutieren, das kostet erstens viel Zeit und zweitens bin ich auf keinem Missionarstrip. Wegen mir muss keiner seine Meinung ändern, und auch ich ändere meine nur dann, wenn ich es will.

In dem Fall will ich nicht. Ich habe selbst männliche körperliche Gewalt -auch sexuelle-sowohl als Kind als auch als Erwachsene erlebt und kenne wirklich viele,viele Frauen mit ganz ähnlichen Geschichten. Körperliche weibliche Gewalt gegen (erwachsene)Männer ist mir dagegen kein einziges Mal untergekommen. Zufall? Oder weils das eben doch nicht so häufig gibt wie der Artikel weismachen will? Oder weil die Männer nicht drüber reden?

Außerdem scheint mir dass auch Kriegstreibereien und die systematische und leichtsinnige Zerstörung von ökologischen Ressourcen prinzipiell eine Männerdomäne sind. (Jetzt wirst du wieder sagen, weil sie es können, nicht weil sie Männer sind. Dann frage ich wieder s.o. ...)

Natürlich wird es -vielleicht auch viele-Ausnahmen geben, man kann nie alle Männer oder alle Frauen in einen Topf werfen. Wir sind im Grunde alle bis zu einem gewissen Grad seelische Krüppel, Männer wie Frauen. Wir muten uns gegeseitig unmöglich zu erfüllende Erwartungen und einengende, unrealistische Rollenbilder zu, die tief in der Geschichte der Neuzeit wurzeln.

Wahrscheinlich gibt es das Phänomen, dass Männer geschlagen werden, vielleicht gibt es sogar Männer, die von Frauen vergewaltigt werden. Aber das sind sicher sehr rare Ausnahmen.(Du merkst, ich habe mich in diesem Post auf die Betrachtung der körperlichen Gewalt beschränkt, um nicht immer Kraut und Rüben zu vermischen: Ja, Frauen üben als die körperlich allermeistens Unterlegenen oft psychische Gewalt aus, nur die ist, im Gegesatz zur körperlichen, nicht unmittelbar lebensbedrohend.)

Und: Vielleicht habt ihr auch in Deutschland am Rande mitbekommen, dass bei uns zZ einige ehemalige Spitzenpolitiker auf der Anklagebank sitzen, wegen Veruntreuung großer Summen. Unter anderem, um die Waffenindustrien in gewissen anderen Ländern zu fördern. Zum Kotzen. Haben auch wir Steuerzahler bezahlt, Männer wie Frauen. Lieber Michael, sei mir nicht böse, aber das viele Geld wäre in Mutter-Kind- Zentren, Frauenhäusern und Frauenalphabetisierungsprogrammen wahrlich besser angelegt gewesen.

However. Mehr kommt von mir zum Thema nicht mehr, lassen wirs also dabei: Deine Meinung-meine Meinung.
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Re: Neusprech und Gutdenk

Beitragvon Heffalump » 15. Jan 2013, 22:04

Können wir so lassen, allerdings nicht ohne den Vermerk, dass ich ja nicht einfach bloß eine Meinung geäußert, sondern Fakten aufgeführt habe, die sich in großem Umfang auf zahlreichen Internetseiten recherchieren lassen - wenn man denn wirklich informiert sein möchte und nicht darauf angewiesen, persönliche subjektive Erfahrungen ins Allgemeine hochzurechnen (denn man macht nun einmal hauptsächlich die Erfahrungen, die zu einem passen, und die sind einfach nicht zu verallgemeinern). Aber zanken will ich mich nun wirklich auch nicht.
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