Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon Lies » 14. Sep 2010, 14:04

Klasse Fabi, aber da kriegt man auch mehr geboten als ein kleines Stück Himmel.

Ich denke aber, das ist völlig belanglos, Geschlossene ist auf alle Fälle erklärbarer als Gefängnis.

Und Dein Vortrag macht es absolut rund.

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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon börnie » 14. Sep 2010, 16:49

Ich bezweifle, dass jemand nach einundzwanzig Jahren geschlossener Anstalt so schnoddrig abgeklärt über sein Leben referieren kann. So gut beisammen ist.

Das würde ausblenden, dass dort Dinge wie schwere Dauermedikation, Fixierung(Festgebundenwerden) und Elektroschocktheerapie stattfinden.Um nur einiges zu nennen.Auserdem ist man auf einer Geschlossenen nicht nur selbst extrem durch diese und andere Dinge beeinträchtigt, sondern auch mit ebenso extrem Beeinträchtigten zusammen, das färbt auch ab.

Nach einundzwanzig(!) Jahren in der Geschlossenen kannst du froh sein, wenn du drei grade Sätze rausbringst.

Da find ich die Gefängnisstrafe noch plausibler.

Ausserdem ist sie ja keine geistig abnorme Rechtsbrecherin gewesen. Sie war ja zurechnungsfähig zum Zeitpunkt der Tat und wusste, was sie tat, auch wenns im Affekt war. Von daher kann sie nur in ein normales Gefängnis gekommen sein. :|
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon Lies » 14. Sep 2010, 17:03

Wäre alles richtig Börnie, aber es gibt in D. nun mal keine 21jährige Gefängnisstrafe, auch nicht für Mord, das Urteil lebenlänglich übersteigt keine 15 Jahre, es sei denn, der Straftäterin wird weiterhin psychologisch eine andauernde Gefährlichkeit für die Öffentlichkeit attestiert.

Aber hier handelte es sich eher um eine Straftat im Affekt und dafür kriegt man nicht mal lebenslänglich, sondern unter Einbeziehung alles vorhergehenden Schädigungen allenfalls 6-8 Jahre.

Man muss also bei einer Erzählung immer darauf achten, glaubhaft zu bleiben.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir das meistens dann auch völlig egal ist, wenn mir eine Geschichte gefällt.
So wie diese hier, sie ist einfach packend.

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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon Heffalump » 14. Sep 2010, 17:17

börnie hat geschrieben:Ausserdem ist sie ja keine geistig abnorme Rechtsbrecherin gewesen. Sie war ja zurechnungsfähig zum Zeitpunkt der Tat und wusste, was sie tat, auch wenns im Affekt war. Von daher kann sie nur in ein normales Gefängnis gekommen sein. :|


Genau das wissen wir eben nicht. Da könnten die Gutachter durchaus anderer Meinung gewesen sein.
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon börnie » 14. Sep 2010, 17:35

Ja, Heffa und Lies. Eben weil die Geschichte so packend und gut geschrieben ist und so ein spannendes Grenzthema behandelt, hätte eine etwas gründlichere Recherche im Vorfeld wohl nicht geschadet ;)

Dann tät ma hier nicht so rumrätseln. Ich bleib dabei. An genau diesem einen Punkt hakts halt. Die Geschichte wäre es wirklich wert, das noch auszumerzen, dann wär sie nämlich perfekt. :ugeek:
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon Fabiana » 14. Sep 2010, 18:07

börni!!!!!

mir geschlossener meine ich nicht die geschlossene abteilung für härtefälle.

sondern die psychiatrie an sich.

zeigt sie reue?
nein.
oder erkennst du irgendwo ein fünkchen?

sie würde sofort zum wiederholungstäter werden, käme sie in eine ähnliche situation. DAS bringe ich klar genug zum ausdruck.

heißt also, selbst wenn ich das gefängnis gewählt hätte, müsste sie anschließend in eine sicherheitsverwahrung.

aber um ehrlich zu sein, lasse ich da genug spielraum. der leser darf sie sich hindenken, wo er will.

sie ist ein sehr sehr einfacher mensch. und wirklich geistig gesund kann sie auch nicht sein. denn sonst würde einzig ein kleines stück blauer himmel, nicht für ein ganzes leben reichen.

wegen ihrer einfachheit stört mich auch das wort: fokussieren.

wäre dankbar für ein austauschwort.
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon börnie » 14. Sep 2010, 18:56

Fabi!!!

In der offenen Abteilung einer Psychiatrie darf man nicht nur raus sondern muss sogar(ca 2 St.täglich, wird "Realitätstraining" genannt). So bald wie möglich wird man dann wieder ins Leben zurückbugsiert, damit mans nicht verlernt, auch wenn man dann immer noch zB betreutes Wohnen braucht.

Im Fall deiner Protag würd sie "draussen" im Rahmen eines Ausgangs oder sonstwie wieder töten, in die Geschlossene kommen und wäre nach 21 Jahren froh, wenn sie noch ihre Schnabeltasse halten kann.

Die Katz beisst sich in den Schwanz, glaubs mir, deine Figur ist zwar oberflächlich sehr gut konzipiert, aber wenn man genauer schaut, unstimmig. Du hast da was in eine bestimmte Richtung fast verklärt, das liefert zwar ein hermetisch abgeschlossenes Weltbild im Finale, was als Höhepunkt in einer anderen Geschichte vielleicht auch gut käme, aber im Fall dieser Geschichte nicht.

Ich weiss ich bin jetzt stur (Widder*). Aber du sagst ja du willst erreichen. Und Unstimmigkeit erreicht nicht, da kann eine solche Passage eine ansonsten tolle Geschichte gravierend schmälern.

Mehr sag ich jetzt nicht, wegen mir braucht keiner was umschreiben. Hoffe mit meinen Gedanken trotzdem gedient zu haben. 8-)
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon Fabiana » 14. Sep 2010, 19:40

ok. dann sollte ich einfach die 21 jahre weg lassen, bzw. weniger jahre draus machen.


oder ich mache aus Klaus John, und setze sie in die todeszelle.

dort stimmen die jahre dann wieder.
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Re: Test-Audio Mein Name ist Miriam B.

Beitragvon börnie » 14. Sep 2010, 20:12

Fabiana hat geschrieben:ok. dann sollte ich einfach die 21 jahre weg lassen, bzw. weniger jahre draus machen.


oder ich mache aus Klaus John, und setze sie in die todeszelle.

dort stimmen die jahre dann wieder.


Jo. Sind gute Ideen. ;)
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