Ken Folett

Hier darf alles rein ...

Ken Folett

Beitragvon Lies » 31. Okt 2012, 22:26

Zitat

Winter der Welt:
Die Jahrhundert-Saga. Roman von Ken Follett, Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher von Bastei Lübbe

Zitatende

Leider ist das Buch ziemlich teuer, fast 30 Euro, aber ich kann auf die Taschenbuchausgabe warten, oder darauf, dass es e-book wird.
Ich erwähne das hier nur, weil ich das Glück hatte, trotz der Elektroarbeiten hier im Haus gelegentlich fernsehen zu können und dabei im ZDF MOMA - also noch sehr früh - ehe der Elektriker mich wieder getrennt hat, ein Interview mit Ken Folett zu hören und zu sehen, der zweite eingeladene Schriftsteller war Oliver Bierhoff, der natürlich über Fußball schrieb.
Unterschiedlicher, was Talent und Erfolg betrifft, konnten die beiden ja nicht sein, was ich als ziemlich peinlich für Bierhoff empfand.
Dem das aber nichts auszumachen schien.

Interessant waren die Fragen an Folett.

Er hat also an dem Buch 2 Jahre gearbeitet und er macht das immer so, dass er einen Plan macht, wie die Handlung vorangehen soll und wie die Protagonisten aufgebaut werden sollen.
Daran hält er sich dann die ganzen zwei Jahre.
Dazwischen kommen dann die Recherchen, er rückversichert sich immer durch Fragen an Experten, ob er mit Jahreszahlen und Ereignissen richtig liegt.
Genau betrachtet, umfasst das Buch fast 1000 Seiten und dafür scheint dann die lange Entstehungszeit nicht zuviel zu sein.
Bei all dem, was Folett sagte, wurde mir einmal mehr klar, dass ich niemals imstande sein werde, einen Roman zu schreiben, ich bin und bleibe eben ein ungeduldiger Geschichtenschreiber.

Lies
P.S. Und....Er hatte noch nie in seinem Leben eine Schreibblockade.
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Re: Ken Folett

Beitragvon börnie » 1. Nov 2012, 00:28

Zwei Jahre für so einen dicken Schmöker ist eh nicht lang. In Österreich lauft grad Follets "Tore der Welt" als Vierteiler im TV. Vielleicht werd ichs irgendwann lesen. Follet ist vom Schlag eines Simmel, solche Autoren haben keine Schreibblockaden. Beneidenswert-zum einen. Zum anderen: Wer will schon die ganze Zeit schreiben?

Auf was ich mich dieser Tage aber noch mehr freue ist die Verfilmung von Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt". Falls du das noch nicht kennst, Lies ... unbedingt lesen!
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Re: Ken Folett

Beitragvon Lies » 1. Nov 2012, 10:28

Zumeist sind die Verfilmungen nicht ganz so gut wie die Bücher, aber gestern sah ich *Dolores* von Stephen King auf Tele5 und da stand die Verfilmung dem Buch in keiner Weise nach, was aber auch an der Hauptdarstellerin Kate Bates gelegen hat, eine Wucht die Frau, sowohl figürlich wie darstellerisch. :D
Geschätzte 100 kg

Ich mag ja ansonsten Stephen King gar nicht, außer Horror, den ich verabscheue, scheint er aber nichts anderes zu schreiben.
Dolores war also kein Horror im üblichen Fantasy-Stil, aber der Plot dennoch typisch Stephen King.
Meine Schwester hatte mir das Buch empfohlen, ich gab nach und wurde nicht enttäuscht, da wusste ich aber noch nicht, dass die Geschichte verfilmt war und auch nicht, dass mir dieser Film bereits eine Woche später - also gestern - serviert würde.

Die Vermessung der Welt lief ja in Kennenlernhäppchen letzte Woche auf alle Kanälen.
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Re: Ken Folett

Beitragvon Garlin » 1. Nov 2012, 14:32

Jetzt muss ich aber für King eine Lanze brechen, denn der Bursche kann verdammt gut schreiben. Z.B. 'Das Mädchen' erzählt die Geschichte eines Mädchens, das sich im Wald verläuft (in Amerika geht das noch). Eine so spannende Story zu schreiben, bei der keine Dialoge möglich sind und sich der Schrecken nie richtig zeigt, das ist schon klasse. Natürlich sind bei King immer gewisse Horrorbestandteile mit drin, aber der meiste Schrecken ist psychologisch, spielt sich im Kopf des Protagonisten ab, wie z.B. in 'Wahn', 'Shining' oder auch 'Dolores'. Und ich glaube auch, dass er den Horroraspekt überhaupt nicht bräuchte - vielleicht wären seine Bücher dann sogar besser. Das schlechte Image kommt auch durch die bis auf wenige Ausnahmen katastrophal grottenschlechten Verfilmungen. Bei 'Brennen muss Salem' ist meine kleine Nichte vor Lachen fast erstickt.

Aber zu einer anderen Neuerscheinung, die gerade in allen Listen ist, wollte ich auch was sagen: 'Ein plötzlicher Todesfall' von J.Rowling, der Harry-Potter-Milliardärin.
Ich hatte das Buch in der Hand und blieb gleich beim ersten Absatz hängen:
Barry Fairbrother wäre lieber zu Hause geblieben. Er hatte schon das ganze Wochenende Kopfschmerzen und wollte auf keinen Fall den Redaktionsschluss der Lokalzeitung verpassen.

Ich weiß nicht, wie's Euch geht, aber ich musste lange (zu lange) darüber nachdenken. Dann habe ich eine andere Seite aufgeschlagen und gelesen:
Dickie, Dicker, Dickster, Flubberwurm, Fleischklops, Walla, Farboy, Fats: Stuart Wall war der Junge mit den meisten Spitznamen in der Schule. Sein fedender Gang, seine Magerheit, sein blasses Gesicht, die Segelohren und der stets gequälte Gesichtsausdruck waren eigentlich markant genug, aber was ihn wirklich von allen anderen abhob, waren sein bissiger Humor, seine Gleichgültigkeit und Gelassenheit.

Irgendwie fürchte ich, dass mir das Buch für 24,90 Euro nicht gefällt.
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Re: Ken Folett

Beitragvon Lies » 1. Nov 2012, 14:51

Was Schätzelein, Du willst nicht wissen, wieso ein magerer Junge Fleischklops genannt wird?

Die Potterbücher habe ich ja alle geradezu verschlungen, ich muss doch einen unheilbaren Zug zu den dunklen Mächten haben, aber nur, wenn selbige ein happy end haben;.)

Was die Rowling betrifft habe ich mir auch schon überlegt, was sie zu diesem Roman veranlasst haben könnte.
Geld kanns nicht sein, daran müsste sie inzwischen ersticken.
Heisst es nicht, sie sei die reichste Frau Englands? Reicher als die Queen.

Also will sie es noch einmal wissen, sogar wenn nur ein Achtunserfolg dabei rauskommen könnte.
Ich warte bis das e-bbok ist, für neue Bücher fehlt mir einfach der Platz und Pakete mit Büchern verschicken ist mir zu mühsam, das kann ich nicht mehr

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